Das Mooritz - mooriges Wohnen mit Kraut & Radl, Gauting

Ansicht Hofseite des Mooritz in Gauting, fünfgeschossiges Gebäude mit vorgelagerter Balkonzone, außenliegende Verschattung durch Vorhänge und Begrünung.
© Vizoom | BHB

I. Projektdaten

Ort: Gauting
Projektstand: Baubeginn Ende 2026 geplant
Nutzung: Wohnen für besondere Nutzergruppen
Bauherr/in: BHB Projektgesellschaft Gauting GmbH & Co. KG
Architekt/in: ARCLANTIS Architekten
Primärkonstruktion: Holzhybridbauweise
Webseite: Internetseite der Gemeinde Gauting
Internetseite BHB Projektgesellschaft

 

II. Projektbeschreibung

In der Gemeinde Gauting bei München entsteht auf einem an der Bahntrasse von München nach Starnberg gelegenen Grundstück der Neubau eines Wohngebäudes mit Apartments. Der Baukörper orientiert sich in Art und Maß an der Nachbarbebauung und wird entsprechend eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans der Innenentwicklung nach §13a BauGB entwickelt.  

Auf ca. 3.400 m² Bruttogeschossfläche sind 99 Wohnungen und Gemeinschaftsflächen wie eine Fahrradwerkstatt mit Leihstation und eine Kräuterküche geplant. Die zukünftige Bewohnerschaft soll sich aus Auszubildenden, Studierenden (speziell der medizinischen Berufe) und Angehörigen von Pflegeberufen zusammensetzen. Das Vorhaben unterstützt somit junge Menschen bei ihrem beruflichen Werdegang.

III. Kriterien Gebäudetyp-e

Ressourcenschonende Konstruktion

  • Das Projekt soll in Holzhybridbauweise entstehen
  • Geplant ist der Einsatz von sogenannten Paludibaustoffen – klimapositiven Baumaterialien aus wiedervernässten Moorlandschaften. In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Bioregionales Bauen von Prof. Fanelsa an der TUM wird aktuell erforscht, wie diese ressourcenschonenden Baustoffe in Ausbau oder Möblierung integriert werden können

Reduzierte Haustechnik

  • Die Gebäudehülle soll als Effizienzhaus 40 erfolgen
  • Auf fossile Brennstoffe wird verzichtet. Die Beheizung des Bauwerks erfolgt mittels Wärmepumpe kombiniert mit einer PV-Anlage

Schallschutz

  • Der Mindestschallschutz nach DIN 4109-1 wird eingehalten, auf den erhöhten Schallschutz verzichtet
  • Das Gebäude selbst schützt die Nachbarbebauung zukünftig vor dem Schalleintrag der Bahn und vermeidet durch die Konstruktion der Holzfassade Reflexionen in den Stadtraum

Reduzierter Stellplatzschlüssel

  • Ein Mobilitätskonzept mit 30% mehr Fahrradstellplätzen und die Nähe zur Bahn ermöglicht einen reduzierten Stellplatzschlüssel von nur 12 oberirdischen Stellplätzen

Das sagen Melanie Hammer, Dipl.-Ing. Architektin, und Ralf Ophuis, Projektentwickler