Prinzregententheater München
© Marcus Buck, München

Sonderprogramm „Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“

Mit dem Sonderprogramm „Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“ unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr bereits seit dem Jahr 2008 Maßnahmen zur energetischen Verbesserung des staatlichen Gebäudebestandes. Im Rahmen der Bayerischen Klimaschutzoffensive wird dieses erfolgreiche Programm fortgeführt. Hauptkriterium bei der Auswahl der Maßnahmen ist dabei, mit den verfügbaren Haushaltsmitteln die größtmögliche CO2-Einsparung zu realisieren. Bis heute wurden insgesamt rund 342 Millionen Euro für die Verbesserung der Energieeffizienz staatlicher Liegenschaften bereitgestellt. Mit dieser Investition konnte der energetische Standard von über 1.100 Gebäuden verbessert werden.

Die Europäische Union unterstützt dieses Sonderprogramm seit 2014 durch die Kofinanzierung verschiedener Maßnahmen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Hierdurch können zusätzliche Mittel zur CO2-Reduzierung und der damit einhergehenden Energieeinsparung eingesetzt werden.

Im Sonderprogramm „Energetische Sanierung staatlicher Gebäude“ werden energetisch hocheffiziente Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden unterschiedlichster Typologie unterstützt. Das Spektrum reicht von Verbesserungen der Gebäudehülle bis hin zur Erneuerung und energetischen Optimierung der Gebäudetechnik.

Einzelne Maßnahmen

Im Bereich der Hochschulen wurde unter anderem das Hörsaal- und Fakultätsgebäude der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut im Rahmen des Sonderprogramms energetisch ertüchtigt. Das 1970 errichtete Gebäude erhielt neue Fenster sowie eine zusätzliche Wärmedämmung der Fassade und des Daches. Außerdem wurden die Lüftungsanlagen mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet, die Gebäudeleittechnik erneuert und hocheffiziente Umwälzpumpen sowie neue Heizkörperventile eingebaut. Für diese Maßnahmen wurden 1.469.000 Euro aus dem Sonderprogramm bereitgestellt.

Ebenfalls energetisch optimiert wurde das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude des Finanzamtes Kaufbeuren Außenstelle Füssen. Mit rund 238.000 Euro aus dem Programm wurden Teilbereiche der Gebäudehülle mit einer Wärmedämmung versehen sowie neue Fenster eingebaut. Außerdem wurde die alte Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt.

Energetische Sanierungserfolge konnten auch am Gebäude der Polizeidienststelle Kiefersfelden sowie bei der Autobahnpolizei Holzkirchen erzielt werden. Beide Gebäude wurden mit einem Vollwärmeschutz ausgestattet und erhielten eine solarthermische Anlage zur Unterstützung der Heizung. Darüber hinaus wurde im Gebäude der Polizeiinspektion Kiefersfelden ein neuer Heizkessel mit verbesserter Brennwerttechnik eingebaut.

Hervorragende Ergebnisse

Mit den bisher umgesetzten Maßnahmen kann voraussichtlich eine CO2-Einsparung von rund 57.000 Tonnen pro Jahr erzielt werden. Auf die Lebensdauer der Bauteile bezogen ergibt sich eine prognostizierte CO2-Vermeidung von über 1,5 Millionen Tonnen absolut. Durch Energieeinsparung können darüber hinaus die jährlichen Betriebskosten um rund 16,5 Millionen Euro reduziert werden.

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